Er ist der Urvater Deutschlands, mit ihm beginnt die deutsche Geschichte: Otto der Große. Unter ihm sehen sich die vier Ur-Stämme auf deutschem Boden erstmals als eine Schicksalsgemeinschaft.
Im Januar 1077 kniet der deutsche König Heinrich IV. im Büßergewand vor der Burg Canossa in Oberitalien. Er fleht um die Aufhebung des Kirchenbanns, den Papst Gregor VII. über ihn verhängt hat.
Friedrich I., "Barbarossa" genannt, kämpfte für "die Ehre des Reiches" - als König von Deutschland, von Burgund und Italien sowie als Kaiser des Römischen Reiches.
Zunächst war er nur ein einfacher Mönch und ein zweifelnder Theologe. Aus ihm wurde eine epochale Figur, die wie keine andere zuvor die Deutschen einte und spaltete, ohne es zu wollen: Martin Luther.
Protestanten und Katholiken kämpfen um die politische und religiöse Vorherrschaft im Reich und in Europa: Der Dreißigjährige Krieg dezimierte die Bevölkerung und machte Deutschland zum Schlachtfeld.
Preußens Friedrich II. und Österreichs Maria Theresia: zwei Regenten, die uneingeschränkte Alleinherrscher sein wollten und es dennoch als ihre oberste Pflicht sahen, ihrem eigenen Staat zu dienen.
Zwischen Freiheit und Repression - Frankreichs Herrscher Napoleon katapultiert die Deutschen durch Eroberungen und Reformen in ihr nationales Zeitalter: die Erweckung der "deutschen Nation".
Einer der maßgebenden Wortführer der Frankfurter Paulskirchenversammlung war Robert Blum. Geradezu prototypisch stehen sein Werdegang und sein Wirken für das revolutionäre Ringen um mehr Demokratie.
Nach der Märzrevolution, dem vergeblichen Versuch der "Einheit von unten", kam es zur "Einheit von oben": Ministerpräsident Otto von Bismarck ebnete den Weg zum ersten deutschen Nationalstaat.
Kaiser Wilhelm II. entpuppt sich als selbstverliebter, prunksüchtiger Monarch. Für die Mehrheit des deutschen Bürgertums aber wird er zum Sinnbild eigenen Strebens nach Glanz und Größe.