Die erste Folge beginnt in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als China angegriffen wird und begreift, dass es sich verändern muss, um nicht unterzugehen. Rebellenführer, Mandarine und mächtige Frauen kämpfen im Namen von Idealen, die uns heute widersprüchlich erscheinen, und verbinden dabei Anschauungen aus der chinesischen Tradition mit Elementen des Christentums, des Nationalismus und des Feminismus. In diesem halben Jahrhundert steht das Land am Rande des Abgrunds und sucht nach einem Weg zu überleben. Ohne seine Identität preiszugeben, passt es sich der neuen Lage an.
Diese Folge der Dokumentationsreihe thematisiert einen entscheidenden Moment in der chinesischen Geschichte: Von den westlichen Staaten umworben und von Japan bedroht, muss China sich zwischen liberaler Demokratie, Konfuzianismus und Kommunismus entscheiden. Der Konflikt zwischen zwei unerbittlichen Rivalen gefährdet das Erbe von Sun Yat-sen: Ein Kampf auf Leben und Tod entscheidet über die Zukunft Chinas zwischen Mao Zedongs aufsteigendem Kommunismus und der nationalistischen Bewegung unter Chiang Kai-shek.
In dieser Folge geht es um die Ideale und den Terror der Kulturrevolution, die Millionen Opfer fordert. Auch im Westen begeisterte Maos "kleines rotes Buch" zunächst viele. Später etabliert sich China zunehmend als wirtschaftliche Großmacht. Mit dem Beitritt zur Welthandelsorganisation entstehen hohe Erwartungen. Maoistinnen und Maoisten aus Afrika, Amerika und Europa sowie Politikerinnen und Politiker, Staatsmänner und Geschäftsleute berichten aus ihrer Sicht über dieses Kapitel der chinesischen Geschichte. Es ist der Weg eines Landes zwischen kapitalistischer Marktwirtschaft und chinesischem Sozialismus – bei anhaltenden, flächendeckenden Menschenrechtsverletzungen.