28 Jahre lang versetzte die Terror-Organisation Rote Armee Fraktion die deutsche Politik und Wirtschaft in Angst und Schrecken. Die Frauen und Männer der RAF wollten die Republik radikal verändern.
Mit der Baader-Befreiung am 14. Mai 1970 taucht die Journalistin Ulrike Meinhof in die Illegalität ab. Zusammen mit Gudrun Ensslin gründen Baader und Meinhof die RAF.
Im Gefängnis bezeichnen die Terroristen ihre Haftbedingungen als Isolationsfolter. Ein weiterer Mythos gründet sich in dieser Zeit: Die RAF-Leute werden oft als Opfer angesehen.
Das Jahr 1977 geht als der Deutsche Herbst in die Geschichte ein und ist geprägt durch kaltblütige Morde. Wieder wird ein Mythos der RAF begründet: niemand in Politik und Wirtschaft kann sich sicher fühlen.
Die Führungsfiguren der "Zweiten Generation" werden Christian Klar und Brigitte Mohnhaupt. Mohnhaupt wird 1977 in ihrer Haft in Stammheim auf ihre spätere Führungsrolle vorbereitet.
1998 geht bei Reuters ein Schreiben ein, in dem die RAF ihre Selbstauflösung ankündigt: "Die Stadtguerilla in Form der RAF ist Geschichte".