Wer waren die Kelten? Woher kamen sie? Was war das Besondere an ihrer Kultur? Die Kelten sind für uns deshalb ein so großes Rätsel, weil keinerlei schriftliche Zeugnisse aus frühgeschichtlicher Zeit vorhanden sind, die uns Aufschluss geben über ihre Existenz und Lebensweise.
Die Kelten waren das erste Volk nördlich der Alpen, das aus seiner Anonymität hervorgetreten war. Nie hatte es ein zusammenhängendes Reich, doch trotzdem bildeten die keltischen Stämme ein Volk – gehasst für ihre barbarischen Taten, bewundert für ihr kunstvolles Handwerk.
Die Welt der Kelten ist umgeben von Geheimnissen. Besonders ihr religiöser Glaube und dessen Praktizierung gibt uns bis heute Rätsel auf: Ihre Auffassung von Jenseits – der anderen Welt, ihre vielgestaltigen Götter, ihre Priester und Menschenopferungen, der Kult um das menschliche Haupt, ihre Wälder und natürlichen Kultstätten – all dies sind die Facetten keltischer Religion.
Der langsame Zerfall des römischen Reiches führte zur Bildung neuer, fremdartiger Kulturen wie zum Beispiel der Sachsen, der Engländer und der Franken. Sie wurden die neuen Feinde der Kelten und trieben sie immer weiter in den Westen. Einem Mann, Arthur, gelang es, das Vordringen der Angelsachsen aufzuhalten. Doch wer war er? Hat er tatsächlich existiert?
Das Jahr 1066 ist wohl das berühmteste Datum der britischen Geschichte. Es bezeichnet den Einfall und den Sieg der Normannen über Britannien und natürlich über die Kelten. Die prächtigen Schlösser der Normannen zieren noch heute die englische Landschaft, doch sie erinnern auch an die eiskalte Herrschaft ihrer ehemaligen Bewohner und an viele blutige Schlachten.
Der Begriff „Kelte“ taucht zum ersten Mal im Jahre 1707 auf, als sich England und Schottland vereinigten. Kein Zufall, wie manche glauben mochten, die darin eine Behauptung der schottischen Minderheit über die verlorene Identität erkannten.