Die erste Folge der zweiten Staffel von „Eisbär, Affe & Co“ widmet sich den Halbstarken in der Wilhelma, dem Stuttgarter Zoo. Bei dem Schneeleoparden-Mädchen steht eine Impfung an. Es gebärdet sich so unmanierlich, dass nach der Aktion Revierleiter Jürgen Deisenhofer zum Patienten geworden ist. (Text: rbb)
Dem Thema „Schöner wohnen“ widmet sich diese Folge von „Eisbär, Affe & Co“: Neue Entwürfe für Pinguin-Höhlen präsentiert Revierleiter Gerhard Popp. Bei den Fenneks wird neu möbliert und die Trampeltiere feiern Beach-Party. Bei den Gänsegeiern herrscht Ausnahmezustand: Die Pfleger schwingen die Besen, fangen die Vögel ein und verfrachten sie in Käfige. Das passiert alles für einen guten Zweck: Das Geier-Heim soll schöner werden. (Text: rbb)
Um „Fressen und gefressen werden“ dreht sich sehr vieles in der Wilhelma. Elefanten-Füttern ist sogar ein Geburtstagsgeschenk, das große Freude macht. Sabrina Gühring ist überglücklich über die Geburtstagsüberraschung und den Rüsselkontakt zu ihren Lieblingstieren. (Text: rbb)
Der Abschied für immer zwischen Orang-Utan-Weibchen Sinta und ihrem Pfleger ist schmerzvoll für beide Seiten. Funkstille herrscht zwischen den südamerikanischen Acouchis – und Babyboom bei den Kängurus: Die Wilhelma kennt alle Tonarten von Liebe und Zärtlichkeit – aber auch von Verzweiflung, Streit und Trennung! In den Gehegen und auf den Anlagen spielen sich Eifersuchtsdramen und Liebesromanzen ab. Gewagt wird ein Blick in die Herzensangelegenheiten der Wilhelma-Bewohner. Das Eintreffen von Orang-Utan-Weibchen Sinta aus Hamburg sorgt für ein Gefühlschaos zwischen Affenchef Moritz und seiner bisherigen Partnerin Conny. Kuh Silke muss sich von ihrer Sandkastenliebe Sören trennen – der sich sehr schnell anderweitig tröstet. Und die Pinguine produzieren derart viel Nachwuchs, dass um- und angebaut werden muss. (Text: rbb)
In der Wilhelma ist das Reisefieber ausgebrochen. Kuh Silke und die drei Kälbchen Pit, Paco und Sören reisen zur Limpurger-Rasseschau nach Wackershofen. Nur Siegerkuh Silke kehrt in die Wilhelma zurück. Die drei Kälber bekommen bei Züchtern ein neues Zuhause. (Text: rbb)
Mit dem Erwachsenwerden haben nicht nur die Menschen ihre Probleme! Bei den Pinguinen muss erst mal geklärt werden, wer überhaupt wer ist – und ob die Pfleger mit ihrer Pinguin-Namensgebung nicht voll daneben liegen. Weil Moritz nämlich eigentlich ein Mädchen ist, Marina dagegen vielleicht aber ein Junge. Hier kann nur der DNA-Test Klarheit bringen! Trampeltierjunior Casey soll artig die Hufe heben und kann so richtig störrisch sein und – trampeln! (Text: rbb)
Während der Kehrwoche regen sich schon im Morgengrauen fleißige Hände in der Wilhelma. Die Dscheladas finden es etwas übertrieben, wenn früh um sechs Uhr dreißig der umfassende Affenhausputz beginnt. Reinlichkeit ist eine Zier. Die Eisbären müssen dafür sogar ihre Anlage räumen; sie werden mit großen Knochen weggelockt, damit das Schrubber-, Schlauch- und Schippengeschwader walten kann. Und bei den Gänsegeiern ist das Großreinemachen atemberaubend: Weil der Geierkot ätzend ist, tragen die Pflegerinnen Schutzmasken! Flusspferdbulle Mike sieht den Aktivitäten im Flusspferdbecken gelassen zu. Wenn alles gesäubert ist, wird er sofort wieder sein Revier markieren. (Text: rbb)
„Schöner werden“ ist auch in der Wilhelma ein Thema. Doch auch wenn es scheinbar um Äußerlichkeiten geht, hat jedes spezielle Beauty-Programm einen besonderen Grund. Den Stelzvögeln werden die Flügel gestutzt, damit sie sich in der Voliere nicht verletzen. Um den Mangel an Feuchtigkeit auszugleichen, den sie in ihrer natürlichen Umgebung hätten, werden den Gorillas dreimal täglich Hände und Füße eingecremt. Regelmäßig stehen bei den Eseln Hufpflege-Termine auf dem Tagesplan. Und die Elefanten genießen ihre Hautpflege mit dem Wasserstrahl, zumal im Anschluss immer gleich ein Dessert gereicht wird. Wer schön sein will, muss nicht unbedingt leiden. (Text: rbb)
Umzüge gibt es häufig in der Wilhelma. Alle sind andauernd unterwegs: die Pfleger zu den Tieren – die Tiere in neue Familien oder in andere Gehege. Nur für Sancho, den kleinen Esel, ist es ein Abschied für immer. Seinen Pflegern ist es schwer ums Herz: Sancho kommt in einen Tiergarten in der Schweiz und soll dort für Eselnachwuchs sorgen. Bei den Keas beschäftigt eine konfliktvolle Dreierbeziehung die ganze Voliere. Grund genug, den Störer auf die Reise zu schicken. Die Buntbarsche schwimmen in einem großen Becken und schauen plötzlich in kühle, aber nicht uninteressierte Alligator-Augen. Andauernd was Neues! Wer etwa auf der Elefantenkuh Molly durch die Wilhelma reitet, hat den nötigen Draufblick. (Text: rbb)
In der Wilhelma leben auch viele alte Tiere – und werden nicht abgeschoben. Ein uralter Kugelfisch, dem auch noch ein Auge fehlt, hätte in freier Natur keine Überlebenschance. Im Stuttgarter Zoo kümmert sich ein Pfleger liebevoll um ihn – auch wenn der alte Herr mitunter unfreundlich und reichlich bissig reagiert. Panzernashorn Bruno bekommt Platten aus Tropenholz unter den Huf – das tonnenschwere Tier ist damit wieder mobil und so vor anderen Leiden des Alters bewahrt. Das Pfleger-Ehepaar Scharpf hat sein ganzes Leben dem Zoo geweiht – und zusammen mit den eigenen Kindern gleich ein paar Affenbabys aufgezogen. Die hatten eine gute Kinderstube. (Text: rbb)
Wenn Frischlinge frech werden, müssen sie hinaus ins Leben, besonders, wenn im Stall schon der nächste Wurf grunzt: Die jungen Wilden könnten den kleinen Geschwistern gefährlich werden – und die Bache wiederum aggressiv auf ihre Älteren reagieren. Es ist gar nicht so einfach, überall in der Wilhelma den Familienfrieden zu wahren. Ein kleiner Affe lebt sogar bei einer anderen Tierfamilie, weil er nicht mehr in die Herde passte. Und für ganz problematische Fälle gibt es den Tennhof: 15 Kilometer von der Wilhelma entfernt leben hier Tiere, die krank sind oder für die im Zoo kein Platz mehr ist – natürlich bestens betreut durch besonders erfahrene Pfleger. In der Wilhelma ist eben keiner allein. (Text: rbb)
Tiere sind erfinderisch. Besonders wenn es darum geht, an Futter zu kommen. Damit die Wilhelma-Bewohner fit bleiben, lassen sich die Pfleger andauernd neue Spiele einfallen: Keiner ist zu klein, zu alt oder zu träge, ein paar Aufgaben zu erfüllen. Der alte Krake holt sich die Auster fingerfertig aus einer Reuse. Die Erdmännchen spielen fröhlich Ball – weil der ein Loch hat und mit Futter gefüllt ist. Und die Tigerkinder merken, dass nur sie durch die Röhre passen, in der das Fleisch wartet. Die Tigermutter muss draußen bleiben – zeigt ihnen aber, wie es gemacht wird. Außerdem ist noch eine aufgeweckte Kindergeburtstagsgesellschaft im Zoo unterwegs: Zum zehnten Mal die Boa um den Hals gelegt bekommen – das ist ein bleibendes Erlebnis. (Text: rbb)
In der Wilhelma lernen alle. Junge Tierpfleger durchlaufen hier ihre Ausbildung. Erfahrene Tierpfleger erforschen das Wesen von Tieren, über die bisher wenig bekannt ist. Das scheue Okapi lernt, nicht mehr panisch auf bestimmte Geräusche zu reagieren. Junge und ältere Elefanten lernen, sich beim Essen zu benehmen. Besucher lernen die Maras kennen. Und Casey, das junge Trampeltier, lernt leider überhaupt nicht, wie man sich beim Spaziergang an der Leine benimmt. In der Wilhelma gibt es jede Menge Lehrreiches zu entdecken. (Text: rbb)
Die Frage aller Fragen wird auch in der Wilhelma gestellt: Wer bin ich? Ist Pinguin Karl wirklich Karl und ein Kerl oder vielleicht Karline und weiblich? Für die Pinguine sind solche Fragen gar nicht tragisch. Bei ihnen sind alle gleich! Bei den Elefanten ist das anders, auch wenn sie in ihrem Stuttgarter Rudel gar keine Männer haben. Zella wird 40 und erreicht damit schon ein respektables Elefantenalter. Ihr Geburtstag fällt mit einem Firmenjubiläum zusammen. Die Taufe bei den Schneeleoparden dagegen verläuft eher unspektakulär: Der Name für die kleine, fesche Katze passt: Lola! Kuh Wolkes Kälbchen soll auch einen Namen bekommen. Es steht etwas wacklig auf den Beinen. So wirkt der Name „Wotan“ noch übertrieben. Aber das kann sich ja bald ändern. Den Alpakas steht eine Prüfung auf Herz und Nieren bevor. Alpaka-Zuchtspezialisten inspizieren Fell und Farbe, Zähne, Ohren und Hufstellung – und verteilen schließlich Punkte. Bei den Klapperschlangen hätte das fatale Folgen. (Text: rbb)
In der Wilhelma wird täglich aufgetischt – und zwar ganz frisch! Die Elefanten bekommen Melonen serviert, eine Delikatesse für die Dickhäuter. Auch die Giraffen erhalten ein exzellentes Menü, allerdings kommt es hier auf die Servierkunst an. Nichts geht ohne Leiter. In der Fisch-Kantine stehen Meeresfrüchte auf dem Speiseplan, und auch hier ist die Darreichung recht speziell. Ob Kugel-, Angler- oder Kuhkofferfisch – jeder verlangt eine Extrabehandlung. Sogar für frischen Reiseproviant wird gesorgt: eine Packung Frischfisch für die neun nach Leipzig umziehenden Pinguine. (Text: rbb)
In der Wilhelma geht es auch den Patienten gut! Bei seiner normalen Visite reist Tierarzt Dr. Rietschel zoologisch fast einmal um die Welt. So sieht er sich die Sumatratiger an, schaut im Gorillakindergarten nach dem rechten und fühlt einem Känguru auf den Zahn. Bei den großen Elefanten gibt’s eine Pediküre, und bei den winzigen Zebrafinken spürt der Pfleger einfach mit dem Daumen, ob ein Vogel richtig ernährt ist. Krokodile gelten immer als besonders gefräßig. Wenn aber ihr Pfleger zu lange im Urlaub war, verweigern sie schon mal aus Protest das Futter. Die gesundheitlichen Probleme in der Wilhelma sind so vielfältig wie die Tierarten … (Text: rbb)
Tierschicksale, die zu Herzen gehen, gibt es viele in der Wilhelma! Manche Wilhelma-Bewohner haben ein abenteuerliches Leben hinter sich. Drei Graupapageien, eigentlich Schmuggelware, sind am Flughafen Frankfurt (Main) beschlagnahmt worden und warten auf die Weitereise in den Zoo von Landau. Spät in der Nacht trifft Monza ein – ein kleiner Gorillajunge aus Frankreich. Sein aggressiver Vater hat ihn fast getötet und schwer verletzt. In Stuttgart wird Monza eine neue Heimat finden. Und eine Freundin, Gorillababy Mary, wartet schon auf ihn! Brillenbärin Punja muss betäubt werden; eine Ultraschalluntersuchung soll klären, ob noch mit Brillenbärenbabys zu rechnen ist. (Text: rbb)
Das Duo M & M hat seinen ersten öffentlichen Auftritt: Mary und Monza, die Gorillakinder – werden die beiden sich vertragen? Der kleine Monza ist gerade aus einem Zoo in Frankreich eingetroffen. Im Raubkatzenrevier müssen drei wilde kleine Tigerkinder bei Laune gehalten werden. Pfleger Lothar Haag wird nicht müde, sich immer neue Spiele und Spielgeräte auszudenken. Und im Schmetterlingshaus kann man die wunderbare Metamorphose von der Puppe bis zum prächtigen Falter beobachten. Für ihre Tierkinder tun die Pfleger und Tierärzte alles. Dem kleinen Schneeleopardenmädchen Lola wird sogar eine Pforte in den Zaun des Käfigs gebaut – für Klettertouren auf Wilhelma-Bäumen! Denn die Kindheit geht schnell vorbei – auch in dieser neuen Folge von „Eisbär, Affe & Co.“ (Text: SWR)
In der heutigen Folge von „Eisbär, Affe & Co“ geht es um den Wohlfühlfaktor, und der betrifft alle: Tiere, Mitarbeiter, Besucher. (Text: rbb)
Bei „Eisbär, Affe und Co“ fährt heute Tigerpython Monika aus der Haut und erstaunlicherweise hilft ihr Tierpfleger Harry Aberle dabei. Wenn sich bei den Steinböcken Tierärzte und Pfleger zum Impfen treffen, wird die Meute wild und sucht das Weite. Aber groß ist der Fluchtraum nicht und schließlich muss sich jeder geschlagen geben. Die Pinguine sind beleidigt, wenn die neugierigen Pfleger ihren Nachwuchs betrachten wollen. Doch alles Hacken und Schimpfen nützt nichts. Sie müssen aus ihren Nestern weichen. Der neugierige Fritz sichert sich vorsichtshalber gleich mehrere Ausweichquartiere. Da kann ja nichts schief gehen. Die Gorilla-Halbstarken sorgen für klare Verhältnisse und randalieren, dass die Balken brechen – zur Unterhaltung der Wilhelma-Besucher, aber zum Leidwesen der Pfleger. Richtiges Affentheater! (Text: SWR Fernsehen)
Alltag und Veränderungen liegen dicht bei einander in der Wilhelma! Giraffenbulle Kiwambo steht am Beginn eines neuen Lebensabschnitts: Er soll umziehen in einen Zoo nach Frankreich. Giraffentransporte sind nicht ohne, wegen der Gliedmaßenlänge – und in diesem Fall wegen Kiwambos Eigensinn. Die Seeadler kehren heim – aus einem Ausweichquartier in die renovierte Voliere. Und bei den Schweinen im Schaubauernhof füllt sich das Kinderzimmer – vierzehn Ferkel stammen von einer Muttersau, deren Liebe manchmal echt erdrückend sein kann! Bei den Auerhennen wird noch auf Nachwuchs gewartet – und auf den Neuzugang eines Auerhahns! In der Wilhelma ist alles immer in Bewegung. (Text: rbb)
Action im Zoo: Wenn Nashornbulle Bruno mit Murmeln spielt, dann sind es welche im 90-Kilogramm-Format. Auf dem Schaubauernhof der Wilhelma veranstalten die Pfleger eine Art Bockspringen. Die ganze Aktion dient einem Ziel: der Zucht von Nachwuchs. Um zartrosa Gefieder geht es bei den Flamingos, und bei den Gorillas läuft ein bunt schillerndes Unterhaltungsprogramm mit Seifenblasen. Natürlich nur so lange, bis jemand der Beteiligten die Requisiten frisst. Überall ist etwas los in der Wilhelma. (Text: rbb)
Wer sind die Stars in der Wilhelma? Keiner singt so schön wie die Gibbons, keiner saust so atemberaubend durchs Wasser wie die Seelöwen, und keiner ist so niedlich wie die neugeborenen schwäbisch-hällischen Ferkel! Die Wilhelma verfügt über ein erstaunliches Staraufgebot. Das stellen auch die Kicker des VfB Stuttgart fest, die zu einem Freundschaftsspiel mit der Damenmannschaft der Elefanten antreten: Selten haben sich erfolgsverwöhnte Fußballer so respektvoll auf einen Gegner eingestellt. Belohnt werden die Gäste mit einem Elefantenritt quer durch die Wilhelma. Kurz im Blitzlichtgewitter steht auch der zweimillionste Besucher des Zoos – samt Ehefrau und Enkelkindern. (Text: rbb)
Ein Höhepunkt im Wilhelma-Jahr: Die Paten kommen! Zwischen vier und 400 Euro jährlich zahlen begeisterte Zoobesucher für eine Patenschaft für das Privileg, „ihr“ Patentier regelmäßig zu besuchen. Doch Wilhelma-Paten sind ohnehin begeisterte Zoogänger. Das Ehepaar Winkler hat sich sogar hier kennen- und liebengelernt. Kommen sie in die Wilhelma zu den Affen, fühlt sich das fast wie ein Familienbesuch an! Tiere erhalten den Menschen jung und gesund – das ist erwiesen und Grund genug, auch für die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere einiges zu tun. Bis ins hohe Alter arbeiten Wilhelma-Fans ehrenamtlich im Zoo. Und im Wilhelma-Alltag ist natürlich Dr. Rietschel immer für die tierischen Bewohner da, nicht nur, wenn die Paten kommen. (Text: rbb)
Kinder! Kinder! In der Wilhelma ist der Generationenvertrag kein Thema; hier wird laufend Nachwuchs geboren. Bei den Gibbons gibt es eine Taufparty mit Geschicklichkeitsspielen – wer klaubt das Futter aus dem Karton? Bei den schwäbisch-hällischen Schweinen steht die große Impfaktion an: Jeder Winzling aus dem großen Wurf bekommt Eisenpräparate. Bei den Pinguinen hat der Revierleiter Mühe, den Überblick über die neu geschlüpften Küken zu behalten. Schülerinnen arbeiten einen Tag ehrenamtlich im Zoo und lernen den Traumberuf Tierpfleger von einer ganz anderen Seite kennen, nämlich u. a. beim Ausmisten der Ställe. Als Belohnung gibt’s einen Elefantenritt durch die Wilhelma. (Text: SWR Fernsehen)
In der Wilhelma leben viele Tiere, die in freier Wildbahn vom Aussterben bedroht sind. In einer Zeit, in der die ursprünglichen Lebensbedingungen von Wildtieren zerstört oder territorial immer mehr eingegrenzt werden, wächst die Bedeutung der Zoos als Refugium der Arterhaltung. „Eisbär, Affe & Co.“ berichtet über jahrzehntelange Erfahrungen der Wilhelma bei der Nachzucht von Menschenaffen und anderer bedrohter Arten. Der Zoo als Arche zeigt den Kampf und das Engagement der Tiergärten, das Überleben bedrohter Tiere zu sichern. (Text: rbb)
In der Wilhelma wird Inventur gemacht: Die Bestandsaufnahme wird turbulent. Die Wilhelma ist einer der artenreichsten Zoos in Deutschland: Fast 1100 verschiedene Tierarten leben hier! Und natürlich möchte man von Zeit zu Zeit genau wissen, wie viele Exemplare es von jeder Sorte insgesamt gibt. Bei den Elefanten kein Problem, sie sind einfach zu zählen. Ganz anders bei den Rennmäusen: klein und ständig in Bewegung, stellen sie eine schwierige Aufgabe dar. Oder: Wie zählt man die vielen kleinen Fische, die im Schwarm durch das Aquarium schweben? (Text: rbb)
Die Wilhelma-Mannschaft hat heute ganz besondere Gäste: Eine Gruppe blinder und sehschwacher Kinder besucht den Zoo. Wie bringt man Kindern Tiere nahe, die sie gar nicht oder fast nicht sehen können? Eine anspruchsvolle Aufgabe für Pfleger und Zoopädagogen. Die Gorilla-Aufzuchtstation verabschiedet zwei ihrer Lieblinge in einen Zoo nach Frankreich. Zwei Wilhelma-Pflegerinnen teilen mit ihren Gorilla-Zöglingen das Roadmovie über 1.000 Kilometer! Und bei den schwäbisch-hällischen Schweinen fallen heute gewichtige Entscheidungen: Wer ist zur weiteren Zucht geeignet und wer hat die etwas verkürzte Karriere als Mastschwein? (Text: rbb)
In der Wilhelma ist mal wieder alles in Bewegung: die Knochenhechte müssen umgesetzt werden, damit ihr Aquarium neu bepflanzt werden kann. Die Boa ist verstimmt, weil sie ihr Terrarium räumen muss. Revierleiter Gerhard Popp schart Unerschrockene um sich: Die Pelikane sind einzufangen. Sie sollen ins Winterquartier umziehen. Azubi Michaela Gaum dreht eine Abschiedsrunde. Ab morgen ist sie in einem neuen Revier. Wilhelma-Zöglinge in Frankreich. Dorthin hat es die beiden Gorillakinder Ndowe und Nbia gezogen. Zusammen sind sie stark und zeigen es den älteren Gorillas! (Text: SWR)
Vogelspinnen sind gar nicht so feindlich gestimmt, wie man immer annimmt: Eine Stuttgarter Kindergartengruppe nimmt sie genauer in Augenschein, spielt sogar mit ihnen – fast wie mit Kuscheltieren. (Text: rbb)
Über Lebensgemeinschaften in der Wilhelma gibt es Interessantes zu berichten: Orang-Utan-Weibchen Sinta weigert sich seit Tagen, das Gehege zu verlassen. Das stinkt allmählich zum Himmel, denn der Käfig kann nicht gereinigt werden. Die anderen Mitbewohner haben sie trotzdem lieb. Sogar der Orang-Utan-Chef Moritz ist Wachs in ihren Händen. (Text: rbb)
In der Wilhelma gibt es tierische Gourmets. Wenn es um ihre Schützlinge geht, dann darf es aus Sicht der Pflegerinnen und Pfleger immer nur das Beste sein! Das meint jedenfalls der Futtermeister des Zoos. Sein Lager sieht aus wie ein gut sortierter Obst- und Gemüsemarkt. Frischer Fisch wird häufig von Anglern und privaten Fischzüchtern geliefert, um den wöchentlichen Speiseplan attraktiv zu gestalten. Die Wilhelma hat eben viele Freunde. Täglich sind viele hundert Mäuler zu stopfen; satt werden sie alle und auch mit manchem Leckerbissen versorgt. (Text: rbb)
Ständiger Einsatz für die Tierärzte in der Wilhelma: Schneeleopardin Lea ist lebensgefährlich erkrankt. Sie nimmt kein Futter, hat bedrohlich an Gewicht verloren. Dr. Rietschel betäubt sie, damit er das Tier besser untersuchen kann. Es steht nicht gut um Lea. Ein Blutbild soll Klarheit bringen. Dr. Rietschels Kollegin Carina Johann ist mit einer Impfaktion bei den Kleinsäugern unterwegs. Die reagieren recht unterschiedlich auf die Kanüle. Unkompliziert dagegen sind die Faultiere; egal ob Spritze oder nicht – sie wollen einfach abhängen. Bei den Schweinen auf dem Wilhelma-Bauernhof ist alles gesund und munter. Heute treffen zwei Ferkelgenerationen aufeinander. (Text: hr)
Auch ein Zoo birgt Gefahren und Risiken für Pfleger und Besucher gleichermaßen. Auf der Hut sollte man immer sein. Das gilt auch für kleinere Exemplare. So kann etwa der Biss einer Klapperschlange tödliche Folgen haben. Skorpione sind dagegen verträglicher als ihr Ruf. Wenig angriffslustig ist seit einigen Tagen die Schneeleopardin Lea. Sie ist krank. Die Feindiagnostik in einer Tierklinik soll zeigen, was der Großkatze fehlt. Tapire, die zu den weniger bekannten Tierarten zählen, wirken gemütlich, können aber ordentlich zubeißen. (Text: hr)
Auch Tiere im Zoo haben Wehwehchen: Danach kommt der Doktor. Dr. Rietschel und seine Mitarbeiter, ein kompetentes Team, kümmern sich täglich um die Gesundheit der Wilhelma-Tiere. Dazu gehört auch, Spezialisten hinzuzuziehen, wenn es nötig ist. Shebili ist Zuchtstute bei den Somalieseln, einer äußerst seltenen und kostbaren Tierart. Sie bekommt keine Fohlen mehr. Anlass für eine eingehende Untersuchung durch den Huftierexperten. (Text: SWR)
Die Mitarbeiter der Wilhelma kennen nicht nur die ihnen anvertrauten Tiere - im Zoo finden sich auch Gäste ein. Von "draußen" kommen Graureiher, Stockenten oder Weißstörche. Sie sind gern gesehen in der Wilhelma - erweitern sie doch das tierische Spektrum. Nicht so gern gesehen sind Füchse. Gerne unternimmt Meister Reinecke nachts einen kulinarischen Ausflug zu den Flamingos oder ins Pinguin-Gehege. Die Begrüßung gestaltet sich hoch spannend mit einem elektrischen Zaun als Türöffner. Die Wilhelma hat aber auch ganz besondere, zweibeinige Gäste zu Besuch: Eine Kindergeburtstagsgesellschaft wandert von einer tierischen Überraschung zur nächsten.
Wenn die Sonne hinter der Wilhelma untergeht, heißt das noch lange nicht, es kehrt gleich absolute Ruhe ein. Ein dauert, bis man temperamentvolle Kängurus davon überzeugt hat, jetzt ist Schlafenszeit. Der Nachtwächter tourt durch den Zoo, hat ein Auge darauf, ob es im Amazonienhaus warm genug ist oder im Aquarium das Verhältnis von Wasser und Sauerstoffanreicherung stimmt. Können Fische eigentlich träumen? Und was treiben die Fledermäuse die ganze Nacht? Wenn der neue Tag erwacht sind einige Tiere sofort wieder aktiv, bei anderen dauert's länger. Faultiere beispielsweise scheinen echte Morgenmuffel zu sein.
Was sind Gesichtertiere? Wohl jene, mit einem besonderen Aussehen: „Bitte recht freundlich!“, lautet die Ansage des Fotografen. Menschen finden diese Aufforderung leicht antiquiert, Ferkel protestieren dagegen mit lautem Quieken. Obwohl die schwäbisch-hällischen Schweine auf dem Schaubauernhof Öffentlichkeit gewöhnt sind, dieser Fototermin wird extrem anstrengend. (Text: SWR)
Au Backe! Hat das Känguru Zahnschmerzen? Tierarzt Dr. Rietschel schaut nach, doch ohne Betäubung geht nichts. Sehr aufgeweckt wirken dagegen die Schlangen. Fünf Azubis müssen heute das Einfangen von Schlangen üben, sie stehen der Würgeschlange Boa constrictor und einer hochgiftigen Kobra Auge in Auge gegenüber. (Text: SWR)
Der kleine Gorillajunge Monza erhält Besuch aus Frankreich: Douglas Rudeaux, sein Pfleger aus dem französischen Zoo, ist nach Stuttgart angereist. Ein anrührendes Wiedersehen. Zoodirektor Prof. Dr. Jauch nimmt die Zuschauer mit auf einen Rundgang durch die Wilhelma und Tierarzt Dr. Rietschel ist wie immer im Einsatz. Dann heißt es Abschied nehmen: Pflegerin Sarah Busch verlässt das Giraffenhaus und den Zoo. Und auch das Filmteam verlässt mit einem weinenden Auge die Wilhelma. (Text: SWR)