Sie sind Töchter, Mütter, Ehefrauen und leben für ihre Familie. Doch ihre Familie ist die Mafia. Zum ersten Mal gelingt es einer Fernsehserie, das Leben von vier Frauen, die Bosse eines Mafiaclans waren, ungeschönt und intim zu zeigen. Ihr Einfluss stand dem der Männer in nichts nach, sie veränderten die italienische Mafia für immer.
Antonella Madonna ist noch sehr jung, als sie sich in Natale Dantese verliebt, den Sohn einer einflussreichen Mafiafamilie. Eine Zeit lang versuchen die beiden, ein normales Leben zu führen. Doch dann wird Natale gebeten, seine Pflichten als Mitglied der Familie zu erfüllen und einer der Bosse zu werden. Als ihr Ehemann ins Gefängnis muss, nimmt Antonella Madonna seine Angelegenheiten in die Hand.
Cristina Pinto hat 22 Jahre hinter Gittern verbracht. Sie war ein wichtiges Mitglied der Mafia. Bis heute weigert sie sich, mit den Behörden zu kollaborieren. Ihre Karriere begann in Pianura, einem der Außenbezirke von Neapel, wo sie und ihre Teenager-Gang Geschäfte mit Spielzeugwaffen geplündert haben. Dann verliebte sie sich in einen Mafiaboss und wurde seine Verbündete.
Seit ihrer Kindheit wird Maria Duraccio Marinella genannt. Ihre Familie hatte schon immer Kontakte zu dem Mafia-Clan „Nuova Camorra Organizzata“. Bereits im Alter von 16 Jahren muss Marinella mit ansehen, wie ihr Vater vom Fabbrocino Clan umgebracht wird. Auch wenn sie sich bemüht, ihr Leben etwas gutem zu widmen, wütet der Wunsch nach Rache weiter in ihr.
Patrizia Franzese wird 1967 in der Nähe von Neapel als Tochter einer verarmten Großfamilie geboren und ins Waisenhaus gesteckt. Mit fast 14 Jahren kehrt sie zu ihrer Familie zurück, doch sie fühlt sich distanziert. Ihre Mutter verkauft sie an einen Mann und für Patrizia beginnt ein Leben voller Gewalt. Als sie diesem schließlich entkommt, lernt sie den jungen Mafiaboss Aniello Cirella kennen.
Die Geschichte des Amato-Clans beginnt 1999 mit einem Blutbad: Der 19-jährige Carlo, Sohn des Salvatore Amato, wird in einem Club erstochen. Er wollte ein Mädchen vor den aggressiven Avancen eines Mannes beschützen - des Sohns von Sandokan, dem Oberhaupt des Casalesi-Clans. S. Amato versucht, die Zeugen zu einer Aussage zu bewegen. Doch die Provinz Caserta liegt fest in der Hand der Casalesi.
Nach dem Irpinia-Erdbeben 1980 bietet der Prozess des Wiederaufbaus Camorra-Organisationen die Gelegenheit, sich neu zu positionieren - durch die Infiltration öffentlicher Ausschreibungen und Hilfsprogramme sowie der Armenviertel des neu errichteten Stadtgebiets. Eine der Familien, die aus dem Spanischen Viertel von Neapel nach Caivano ziehen, ist die Familie Russo: Ein Clan von Kleinkriminellen.
Giulia ist in einem der ärmsten Viertel Neapels aufgewachsen, in dem die Giuliano-Familie das Sagen hatte - einer der mächtigsten und gewalttätigsten Klans. In den 80er Jahren gilt dieser Bereich der Stadt aufgrund des Drogenhandels und blutiger Bandenkriege als gefährlichster Ort der gesamten Provinz Kampanien. Für Giulia ist die Brutalität ein normaler Bestandteil des Alltags.
Enrica kommt 1971 als Tochter eines Straßenhändlers zur Welt, der auf dem berühmten Second-Hand-Markt in Resina sein Geld verdient. Sein Spitzname lautet "Il Pellicciaio" - der Pelzhändler. Ihre Familie hat nichts mit der Mafia zu tun, lebt aber im Viertel Cuparella, in dem etwa zur Zeit von Enricas Geburt der erste große Drogenumschlagplatz Italiens entstand.
Laura Longobardi wuchs in einer Bauernfamilie in der Kleinstadt Mondragone auf und lebte ein einfaches Leben. Doch das änderte sich Anfang der 1990er Jahre, als die damals 17-jährige den Mann ihrer Träume kennenlernt. Antonio de Lucia stammt aus einer gewöhnlichen Familie und arbeitet in einer Textilfabrik - zumindest lässt er sie das glauben. Denn er führt ein Doppelleben.