Bei Texas denken selbst die Amerikaner eher an Cowboys, Prärie und Ölindustrie als an Sonne, Strand und Meer. Dabei ist es vom berühmten Space Center in Houston nur ein Katzensprung bis an den Golf von Mexiko. Gut 600 Kilometer ist die Küste lang: Die Texaner sprechen stolz von ihrer Riviera.
Lagunen, von Palmen gesäumte Strände und Mangrovengürtel: Ghana beeindruckt mit seiner zu großen Teilen unberührten Atlantikküste.
Hier geizt Schottland nicht mit Reizen: An 265 Kilometern Küstenlinie bietet die Grafschaft Aberdeenshire lang gestreckte Sandstrände, versteckte Buchten und spektakuläre Klippen mit imposanten Schlössern oder Burganlagen. Pro Quadratkilometer mehr als in jedem anderen Landstrich im Königreich - 263 wurden gezählt, in vielen davon soll es spuken. Das beschwören jedenfalls die Eigentümer und Bewohner der altehrwürdigen Gemäuer.
Weitläufige Strände, dahinter duftende Pinienwälder, die in der Brise des Atlantiks rauschen: Die Küste von Uruguay, dem kleinsten spanischsprachigen Land Südamerikas, ist wild und meist menschenleer.
An der Danziger Bucht lässt es sich gut leben: auf der einen Seite endlose Strände und imposante Bäderarchitektur im Seebad Sopot, auf der anderen Seite die stolze Stadt Danzig, das heutige Gdansk, dessen Gassen und Plätze an die goldenen Zeiten der Hanse erinnern. Jeder Platz, jede Straße, jede Ecke atmet hier Geschichte.
Eine Küste wie ein Kontinent: In der Mitte Vietnams, zwischen der Kaiserstadt Hue und der Metropole Da Nang, findet sich auf 300 Kilometern am Ufer fast alles, was Asien ausmacht - schroffe Felsen, Lagunen und Reisfelder, so weit das Auge reicht; pittoreske Küstendörfer wechseln sich ab mit großen Hafenstädten und dazwischen reiht sich ein Traumstrand an den nächsten.
Pellworm ist die drittgrößte Nordfriesische Insel. Wem Föhr zu doll und Sylt zu voll ist, wird sie lieben. Die Insel ist grün, ruhig und entspannend - kein Schickimicki, kein Massentourismus, sondern viel Platz und viel Natur.
Alabasterküste, Blumenküste, Perlmuttküste, so klangvolle Namen tragen die Abschnitte der ebenso langen wie vielseitigen Küste der Normandie. Steile Felsklippen wechseln sich ab mit kilometerbreiten Sandstränden und versteckten Naturbuchten. Und zwischendrin finden sich mehr als 1000 kantige Betonkolosse, halb versunken in Sand und Wasser: Deutsche Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg.
Alles auf Kreta hat Größe: die Fläche als größte Insel Griechenlands, gleich drei Bergmassive ragen über 2000 Meter aus dem Mittelmeer und Zeus, der oberste Gott der griechischen Mythologie soll hier geboren worden sein.
Die pulsierende Metropole Neapel liegt in einer Meeresbucht der Extreme. In direkter Nachbarschaft: Links die Campi Flegrei, brodelnde Vulkanfelder, rechts der mächtige Kegel des Vesuv und im südlichen Teil der Bucht die liebliche Halbinsel von Sorrent im Golf von Neapel.
Wie Perlen einer Kette aufgereiht liegen die Westfriesischen Inseln vor der niederländischen Küste. Und mittendrin ein Eiland mit ausgesprochen kernigem Charakter: Ameland. Vielen deutschen Jugendlichen und ihren Eltern ist die Insel in guter Erinnerung durch organisierte Ferienfreizeiten. Unter Niederländern gelten die Insulaner seit jeher als besonders verwegen, nicht zuletzt wegen ihrer Walfangtradition und der Strandräuberei.
Es gibt Tage im Sommer, da geht es auf der norddeutschen Küsten-Autobahn A1 höchstens noch im Schritttempo voran. Dann zieht es wieder Tausende an ihre Lieblingsbucht: Die Lübecker Bucht.
Schweden wie aus dem Bilderbuch: Die Region Halland südlich von Göteborg ist in Skandinavien bekannt als „schwedische Riviera“ und ein beliebtes Ziel im Sommer. Typisch für diese Küste: kilometerlange Strände und flaches, klares Wasser. Kein Wunder, dass Halland den Spitznamen „Schwedens Badewanne“ trägt.
Riesige Lagunen, weite Strände und eine üppige Vegetation, die der Küste ihren Namen Costa Verde gab - die grüne Küste erstreckt sich ganz im Norden Portugals bis an die spanische Grenze. Die Região Norte ist eine der vielfältigsten Regionen des Landes, das Leben hier ist bunt und quirlig.
Alaska ist der größte und zugleich am dünnsten besiedelte US-Bundesstaat. Alles, was ihn ausmacht, findet sich auch auf Kodiak Island. Nur noch etwas extremer: das raue Wetter, die wilden Landschaften, die schier unendlichen Entfernungen. Selbst die nach der Insel benannte Braunbärenart ist größer als der Grizzly.
Strände mit goldgelbem Sand, grüne Hügel, raue Biskaya und mondäne Meeresmetropolen: Das ist das spanische Baskenland. An der Küste zwischen Bilbao und San Sebastián wechseln sich Kunst und Natur ebenso wie Tradition und Moderne auf das Schönste ab.
Zum Mythos wurde Dundee, viertgrößte Stadt Schottlands, ausgerechnet durch eine Katastrophe: 1879 riss der Einsturz der Firth of Tay-Eisenbahnbrücke 75 Menschen in den Tod. Theodor Fontane hat dieses historische Ereignis als Mahnung vor Technikgläubigkeit in seiner Ballade „Die Brück’ am Tay“ verewigt: „Tand, Tand ist das Gebild’ von Menschenhand“. Dundee, einst Zentrum der weltweiten Juteproduktion, ist wieder einmal dabei, sich neu zu erfinden – mit Design, Technik und Lebenskunst, ohne das maritime Erbe zu vergessen.