Peter Lustig ist mit seinem Schreibtisch heute mittendrin in einem Bachbett und genießt sauberes Wasser. In seiner unverwechslichen Art zeigt er mit dokumentarischen Mitteln, wie ein natürlicher Bach und das Leben im und am betonierten Bach verläuft, welche Bachpatenschaften es gibt und wie der Mensch Bach- und Flußläufe wieder re-naturisiert. (Quelle: ZDF)
„mittendrin“ im Sumpf, genauer gesagt in einer Feuchtwiese, steht Peters Schreibtisch. Und als der Bauer Peters Feuchtwiese trockenlegen will, um Ackerland daraus zu machen, fragt Peter: Wozu sind Sumpfgebiete eigentlich gut? So kommt er auf die Zusammenhänge von Oberflächenwasser und Grundwasser, das wir als Trinkwasser zur Erdoberfläche pumpen. Die Überschwemmungsgebiete, also die feuchten Wiesen und Auenwälder, filtern und speichern das Wasser auf ideale Weise. Dagegen zeigt Peter, wie gefährlich es ist, wenn die Wiesen und Flußauen heute trockengelegt werden. Sehr bald ist dann der Boden überdüngt und so sehr von schweren Ackergeräten zusammengedrückt, verdichtet, dass das Leben im Boden erstickt. Und ganz nebenbei gibt es noch gute Tipps, wie man einen Teich anlegt. Hier kann man das Leben im und am Wasser beobachten und verstehen lernen. Denn, es macht Spaß zu sehen, wie gut die Natur funktioniert, wenn man sie nur in Ruhe lässt. (Quelle: KiKa)
Woher kommt das Wasser, das wir trinken? Peter Lustig hat seinen Schreibtisch diesmal in einem Wasserwerk aufgebaut. Eigentlich, meint Peter, brauchen wir ja nur die drei Liter Wasser pro Tag, nämlich zum Trinken. Dann aber, bei genauerem Hinsehen, kommt noch etwas mehr dazu, zum Duschen, für die Toilette, Waschmaschine, Kochen und und und. Statt drei Liter sind es am Ende zirka 140 Liter, die jeder von uns täglich verbraucht, nicht gerechnet die Wassermassen, die in der Industrie verbraucht werden für alle die Artikel, die wir kaufen oder ständig benutzen. Das muss ja auch alles irgendwo herkommen. Peter entdeckt sehr bald, was dieser gigantische Verbrauch an Trinkwasser bedeutet: Der Grundwasserspeigel sinkt, Wasser wird immer teurer, seine Reinigung immer komplizierter. Ein Wasserwerk sieht heute schon aus wie eine komplizierte Fabrik. Peter zieht daraus eine Konsequenz. Wasser ist kostbar und muss gespart werden. Und das fängt schon bei der Toilettenspülung an, und da kann jeder mitmachen. (Quelle: KiKa)
Peter Lustigs Schreibtisch steht heute mittendrin in einer Kläranlage. Es geht ums Abwasser, also all das, was aus der Küche, dem Badezimmer, der Toilette und dem Waschraum in die Kanalisation fließt. Wie Peter bald erkennt, gibt es da ein Problem. Das Dreckwasser ist nicht so einfach wegzukriegen. Schlimmer noch, es ist dasselbe Wasser, das wir gebrauchen. Das Abwasser kommt irgendwann als Trinkwasser aus dem Wasserhahn. Und dann muß es sauber sein! Also verfolgt Peter den Weg des Abwassers durch die Kläranlage, sieht die Probleme, die dadurch entstehen, daß wir immer mehr und immer neue Chemikalien benutzen. Er zeigt auch Möglichkeiten, auf einige Umwelt-“Schweinereien“ zu verzichten. (Quelle: KiKa)
Peter Lustig geht auf Tierfang−Expedition am Boden einer Baugrube. Dort hat er auch seinen Schreibtisch aufgestellt, und dort findet nur eine Safari besonderer Art statt. Die meisten seiner Tiere sind mikroskopisch klein. Es sind Bodenlebewesen: Springschwänze, Asseln, Regenwürmer, Pantoffeltierchen und noch einige mehr. Tiere also, die man normalerweise nicht sieht, die aber unentbehrliche Arbeiten verrichten: Sie zersetzen alle Überreste des Lebens auf der Erde zu Nährstoffen, die, von Pflanzen aufgenommen, wieder die Grundlage des Lebens bilden. Ein Kreislauf also, der hier geschlossen wird. Leider sind es wieder einmal die Menschen, die wie Peter feststellt, Unordnung in diesen Kreislauf bringen. Sie produzieren Abfälle, die von den Bodenlebewesen nicht mehr zersetzt werden können. Schlimmer noch. Die Abfälle enthalten Gifte, die über den Boden in die Pflanzen, in die Tiere, in unsere Nahrung gelangen. So entsteht ein neuer Kreislauf, ein Giftkreislauf, der uns sozusagen aus unserer eigenen Mülltonne essen lässt. (Quelle: KiKa)
Mitten in der schönen Waldlandschaft hat Peter Lustig seinen Schreibtisch aufgestellt. Hier will er sich in aller Ruhe umschauen, sehen, wie die Bäume wachsen, und wie sie „geerntet“ werden. So ganz allein ist er nicht an diesem beschaulichen Ort. Holzfäller arbeiten ganz in der Nähe und fällen über 100 Jahre alte Fichten. Wir brauchen ja Holz, jeder von uns einen Baum in einem Jahr. Als Peter sich die Jahresringe einer Fichte genauer ansieht, erzählt ihm der Baum mehr als nur sein Alter. Einerseits geben sich die Menschen alle erdenkliche Mühe, einen Wald zu hegen und zu pflegen, andererseits tun sie auch alles, um ihn zu zerstören, und jeder von uns wirkt bei dieser Zerstörung mit, oft ohne es zu merken. Peter hat alles, was der Wald für uns tut und was wir dem Wald antun, sorgfältig zusammengetragen. Am Schluss der Sendung schreibt er eine Rechnung. Es geht da um eine größere Summe. Und die Rechnung geht an die Menschen: "Ausreichend Sauerstoff zum Atmen geliefert; Wasser gesäubert, gefiltert und gespeichert; den Erdboden geschützt; Staub und schädliche Stoffe festgehalten; schöne Plätze fürs Picknick bereitgestellt; jede Menge Holz geliefert. Ich bitte um sofortige Bezahlung und erinnere noch einmal daran, mich nicht mit giftigen Abfällen, Gasen und anderen Unarten zu schädigen. Mit freundlichen Grüßen, Ihr Wald." Ein Glück für uns, dass wir diese Rechnung noch nicht bekommen haben. Dann würden wir alle merken, der Wald ist unbezahlbar. (Quelle: KiKa)
Mitten auf einem großen Acker steht Peter Lustigs Schreibtisch. Peter beschäftigt sich mit der Landwirtschaft und der Flurbereinigung. Das heißt Äcker, Wiesen, Wege und Straßen werden vermessen, neu aufgeteilt. Dabei werden Hecken und Einzelbäume auf den Wiesen und Feldern gerodet, Teiche und feuchte Wiesen zugeschüttet und Bäche, Flüsse und Feldwege begradigt. Zwar hat das viele Vorteile für die Menschen, doch eine wirtschaftlichere Landwirtschaft bringt auch viele Probleme mit sich, wie Peter bald feststellt. (Quelle: KiKa)
Heute steht Peter Lustigs Schreibtisch am Meer. Peter hat sich daneben einen Sandkasten gebaut, aber nicht (nur) zum Spielen: Um herauszubekommen, wie eine Landschaft entsteht, baut er sich seine eigene aus Steinen. Aber damit ist es ja noch nicht getan. Wind und Wetter, also Hitze, Kälte, Regen „machen“ erst richtig eine Landschaft. Ob Peter das mit seinem Modell hinkriegt? Er hat es geahnt: eine Landschaft mit lebendigem Erdboden kann man fabrikmäßig nicht herstellen. Dazu sind auch Pflanzen, Tiere und viel, viel Zeit notwendig. Und was dem Bodenspezialisten Peter nicht gelingt, das klappt auch im Großen nicht: Eingriffe des Menschen in eine über Jahrmillionen gewachsene Landschaft führen oft zu Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Erdrutschen und starker Bodenerosion. (Quelle: KiKa)
Peter Lustig will von einer schönen Landschaft ein Bild malen. Da wird er von einem Regenguß überrascht. Also verläßt er seinen Schreibtisch, sucht Schutz in einer Höhle und geht auf Erkundungstour. Höhlenmenschen mit Keulen trifft er natürlich nicht. Aber er macht Entdeckungen, die ganz neu für ihn sind. In der Dunkelheit wurzeln und wachsen Pflanzen im Boden, sogar Tiere leben hier. Auch die frühen Menschen haben in Höhlen gelebt. Eine solche Erdhöhle bietet Lebensraum und Geborgenheit: Der alte Begriff von der „Mutter Erde“ ist gar nicht so schwer zu verstehen. Und als der Regen aufhört, und Peter die Höhle verläßt, sieht er, daß durch seine schöne Landschaft eine riesige Straße gebaut werden soll. Es ist doch immer dieselbe Geschichte, meint er und zeigt die „Wunderschöne Wiese“ von Wolf Harranth und Winfried Opgenoorth. Hier schaffen es die tüchtigen Leute aus der Stadt, die am Wochenende so gern aufs Land fahren, daß es auf der wunderschönen Wiese bald genau so laut, so hektisch, so eng und unnatürlich ist wie in ihrer alten Stadt. Ein Alptraum. Peter hat eine Idee, die gigantische Straße in seiner Lieblingslandschaft zu verhindern. Ob diese Idee die Landschaft wirklich retten kann, bleibt fraglich. (Quelle: KiKa)