In dieser Staffel wird die Dynamik zwischen Wilbur und seinem sprechenden Palomino noch komplexer. Ed ist nicht mehr nur ein Pferd, das spricht, sondern entwickelt zunehmend menschliche (und oft sehr anstrengende) Ambitionen. Er leidet unter Eifersucht, will eigene Hobbys verfolgen und manipuliert Wilbur nach Strich und Faden.
„Vaterfreuden“ ist deshalb so ikonisch, weil sie das Thema der Einsamkeit eines sprechenden Pferdes aufgreift. Ed weiß, dass er einzigartig ist, und sucht verzweifelt nach einer Zugehörigkeit, die über die von „Herrchen und Haustier“ hinausgeht.
Diese Folge zeigt perfekt den Zeitgeist der 60er. Während die Welt gebannt auf die NASA schaute, lieferte Mister Ed eine charmante Parodie darauf ab. Ed beweist hier wieder einmal, dass sein Ego keine Grenzen kennt – nicht einmal die der Atmosphäre.
„Eds Vorfahren“ festigt Eds Charakter als jemanden, der sich für etwas Besseres hält und dessen Stolz ihm oft selbst im Weg steht. Am Ende muss er (mal wieder) einsehen, dass sein Leben bei Wilbur – egal wie bürgerlich es ist – eigentlich das Beste ist, was ihm passieren konnte.
„Hawaii modern“ ist das perfekte Beispiel für die „Fish-out-of-Water“-Komik (oder eher „Pferd-aus-dem-Stall“). Die Folge zeigt, dass Wilbur und Ed mittlerweile so unzertrennlich sind, dass selbst ein Ozean sie nicht scheiden kann.
Da Wilbur bei der Anmeldung des Turniers bereits eine Wette mit Addison abgeschlossen hat und sein Ruf auf dem Spiel steht, gerät er in Panik. Er versucht, Ed mit psychologischen Tricks zu ködern. Er behauptet unter anderem, dass die Stute Lady Linda sich im Stall über Eds mangelnde Fitness lustig gemacht hätte.
„Wahltag“ ist eine großartige Satire auf den Polit-Betrieb. Sie zeigt Ed in seiner Paraderolle als Manipulator, der glaubt, die ganze Welt (oder zumindest die Stadt) nach seinen Vorstellungen formen zu können.
Am Ende der Folge kehren die Männer ohne Beute, aber mit viel Frust heim. Ed hingegen ist der heimliche Held des Tages (zumindest in seinen eigenen Augen). Die Episode unterstreicht Eds Rolle als „Gewissen“ von Wilbur – auch wenn dieses Gewissen oft ziemlich frech und manipulativ daherkommt.
Die Folge zeigt wunderbar, dass Ed nicht nur sprechen, sondern auch kreativ denken kann. Sein „Blues“ ist eine humorvolle Anspielung auf die Künstler-Egos der 60er Jahre.
Die Folge zeigt Ed von seiner sozialen Seite. Er ist zwar manipulativ, aber hier nutzt er seine Fähigkeiten für einen guten Zweck. Es unterstreicht das Thema der Serie, dass das Pferd oft menschlicher und weiser handelt als die Menschen selbst.
Die Folge persifliert wunderbar den aufkommenden Telefonverkauf der 60er Jahre. Sie zeigt, dass Ed menschliche Schwächen (wie die Leichtgläubigkeit am Telefon) perfekt durchschaut und für seine Zwecke zu nutzen weiß.