3.000 Sonnenstunden im Jahr locken seit den 1970er Jahren vor allem Pauschaltouristen nach Rhodos. Lohnenswert ist die griechische Insel aber auch für Individual-Reisende. Tamina Kallert erkundet Rhodos auf eigene Faust: von der mittelalterlichen Rhodos-Stadt im Norden bis zum (Kite-)Surfer-Paradies Prasonisi im Süden. Sie findet Bettenburgen am Strand von Faliraki und Luxus-Badeurlaub vor der märchenhaften Kallithea Therme. Bei einem Ausflug in die Berge stößt Tamina Kallert auf ein historisches Hotel im alpenländischen Stil, in Kopria nimmt sie allen Mut zusammen für einen Sprung von den Klippen, und in der Antony-Quinn-Bucht blickt sie weit in die Sterne.
Ferien in der Schweiz: Ist das nicht zu teuer? Mit dem Wohnmobil, das man auf den Passstraßen wie dem Flüelapass auch mal „wild“ stehen lassen darf, kann ein Urlaub bei den Eidgenossen erschwinglich werden. Tamina Kallert startet im Südosten der Schweiz: im Engadin, ganz in der Nähe von St. Moritz. Ihre erste Station: Ein Campingplatz in Morteratsch auf 1.860 m Höhe, mit Blick auf Gletscher und See. Sie besucht den ältesten Nationalpark der Alpen, trifft im „Heididorf“ auf Besucher aus aller Welt und entpuppt sich als Talent an der Armbrust wie einst Wilhelm Tell.
Rauf auf den Monte mit der Seilbahn, runter mit dem Korbschlitten. Das gibt es nur auf Madeira. Die Insel gehört zu Portugal und liegt rund 1.000 km entfernt mitten im Atlantik. Anne Willmes reist kreuz und quer über die Insel und erkundet ihre Besonderheiten: spektakuläre Steilklippen und Lavapools statt Sandstränden, einen Unterwasser-Naturschutzpark voll exotischer Fische und in der Hauptstadt Funchal eine Outdoor-Galerie aus kunstvoll bemalten Haustüren. Sie wandelt auf den Spuren von Weltfußballer Cristiano Ronaldo, der in Funchal aufgewachsen ist, und erforscht das Geheimnis des berühmten Madeiraweins.
Das Baskenland ist anders als der Rest von Spanien: Die Küste ist wilder und rauer, das grüne Hinterland mit Gipfeln über 1.000 m erinnert an das Allgäu, und die Menschen sprechen eine eigene Sprache. Anne Willmes reist vom mondänen Seebad San Sebastian durch kleine Fischerdörfer, in denen die Seefahrer-Vergangenheit lebendig ist, bis in die Avantgarde-Metropole Bilbao. Das Baskenland ist voller Traditionen. Dazu gehören Pelota, das schnellste Ballspiel der Welt, Ruderwettbewerbe auf dem Atlantik und Männerkochklubs. Anne Willmes probiert sich durch die köstlichen Pinxtos, die baskischen Tapas, bestaunt die archaische Natur im Geopark von Zumaia und pilgert auf dem Jakobsweg zwischen Küste und Weinbergen.
„Das Gebirge im Meer“ wird Korsika auch genannt. Zu Recht: Rund 70 Gipfel der französischen Mittelmeerinsel sind höher als 2.000 m, und das Hochgebirge mit seinen Canyons und glasklaren Flüssen ist das Ziel vieler Wanderer. Lange Sandstrände an der Ostküste laden zum Baden und Sport machen ein, die Felsküsten im Westen locken Taucher und Schnorchler. Tamina Kallert startet in Calvi an der Nordwestküste, dann geht’s ins Landesinnere nach Corte und anschließend in die Region um Bastia im Nordosten. Wie viele andere Urlauber übernachtet sie meist auf Campingplätzen. Mit der Tramway de Balagne, ein Schmalspurbahn, passiert sie versteckte Traumbuchten und die vielen Wachtürme aus dem 16. Jahrhundert, als die Genuesen auf der Insel herrschten.
Die „Karibik Europas“ wird Chalkidiki genannt. Der Grund: weiße Sandstrände, verträumte Buchten und türkisblaue Lagunen säumen die Küsten der Drei-Finger-Halbinsel im Nordosten von Griechenland. Judith Rakers probiert in kleinen Tavernen Fisch frisch aus dem Meer, erlebt auf einem Segeltörn echtes Seeräuber-Feeling und genießt das mediterrane Flair der Fischerdörfchen. Chalkidiki, das ist auch der grüne Garten Griechenlands: ideal für Ausflüge ins kühlere Gebirge. Judith Rakers wandert durch Pinien- und Fichtenwälder, vorbei an Wasserfällen, Feldern und Weinbergen. Sie probiert sich für einen Tag als Imkerin, übt sich im Herstellen von gefüllten Weinblättern und verliebt sich in einen handgewebten Teppich.
Nicht sehr weit weg und im Winter schön warm – das schätzen Urlauber an den Kanarischen Inseln. Spanisches Flair bieten sie alle, und doch sie haben ihre Eigenheiten: La Palma ist ein Wanderparadies, auf Teneriffa ist auch der große Strandtourismus zu Hause und die Heimat des höchsten Bergs Spaniens. Und Lanzarote bietet faszinierende Vulkanlandschaften. „Wunderschön“ hat fast alle Kanarischen Inseln bereist. Andrea Grießmann, die mehrere Jahre in Spanien lebte, stellt die Highlights vor und gibt Tipps für die Entscheidung, welche Insel das Ziel für die nächste Winterreise sein könnte.