Die gebürtige Jamaikanerin Elaine Spence will in einem kleinen Garten im Londoner Stadtteil Notting Hill karibisches Gemüse anbauen. Jerk-Chicken nach Jamaika-Art und Ziegencurry bereitet sie für Freunde und Familie regelmäßig zu. Dazu passen Yams, Yucca und Kochbanane; sie sind die Grundlage für Ropa Vieja aus Kuba, Coucou und Callaloo aus Trinidad – all made in England!
Beeindruckende Berge, fruchtbare Täler und malerische Küstenlinien – Kreta ein Ort voller Kontraste. Kulinarisch ist die Insel bekannt für eine gesunde, mediterrane Küche. Eine fast vergessene Frucht feiert auf Kreta derzeit eine Renaissance: Karob. Zu Sirup oder glutenfreiem Mehl verarbeitet, bietet die nährstoffreiche Schote eine gesunde Alternative für Allergiker.
Kaum einer kennt sie, dabei liegen sie vor unserer Haustür - inmitten der Ostsee. Mit ihren etwa 6.700 Inseln ist sie eine der größten Inselgruppen der Welt: Es ist die Region Åland zwischen Schweden und Finnland. Die gegenseitigen Einflüsse und die wechselvolle Geschichte dieser Grenzregion sind im wahrsten Sinne kulinarisch zu schmecken.
In den bulgarischen Rhodopen gehören Schafe zum Landschaftsbild. Zahary Manolevi hütet mit Hingabe seine dreihundert Rhodopen-Tsigai, eine robuste, regionale Schafsrasse. Aus der Milch stellt seine Frau Desislava Joghurt und Käse her und bereitet den Schichtkuchen Patatnik und die Gurkensuppe Tarator zu. Die traditionellen Gerichte leben von der besonderen Qualität der Schafsmilch.
In Asturien baut Sila Fernández auf ihrem Hof Casa Bartuelo die traditionelle Faba-Bohne an. In der Provinz im Norden Spaniens gilt sie als typische Zutat der regionalen Küche und wird für Eintöpfe verwendet. Gemeinsam mit ihrer Familie probiert Sila neue Gerichte aus, die sich für die Bohne eignen.
20 Kilometer vor der bretonischen Küste liegt die Île d’Ouessant. Für Kräuterkundlerin Gwenaëlle Héré-Mazé die Insel ein Paradies. Aus Wildkarotte, Kapuzinerkresse und Goldrute zaubert sie kreative Sommergerichte wie gefüllte Kräuterrollen. Neu-Insulanerin Lucie Deck teilt Gwens Leidenschaft für Pflanzen – und ist neugierig auf die klassische, einfach-deftige Inselküche.
Das Rüebli, wie die Karotte in der Schweiz heißt, hat im Kanton Aargau einen besonderen Stellenwert. Die Region im Nordwesten trägt auch den Beinamen Rüebliland. In der Küche ist das Wurzelgemüse ein wahrer Alleskönner, im Anbau nach ökologischen Richtlinien aber anspruchsvoll. Landwirt Kurt Brunner kultiviert verschiedene Sorten Rüebli und erntet sie im Spätherbst.
Knackig, rot und leicht verdaulich: Diese Zwiebel gedeiht ausschließlich im süditalienischen Kalabrien, die Tropea-Zwiebel. Das Mittelmeer-Klima und der sandige Boden verleihen ihr eine außergewöhnliche Süße. Die Furchís bauen die Sorte seit mittlerweile drei Generationen an. In der Küche werden sie zu einem süßen Mus und Gratin mit Kapern, Oliven und Tomaten verarbeitet.
Alte, regionale Tierrassen – für Bauern aus dem Nördlichen Baskenland, wie Bettan Pribat und Bastien Garat, sind sie die Zukunft. Sie verarbeiten das Fleisch der Tiere zu Schinken, Würsten und Fleischkonserven. Auf den Tisch kommen Gemüsetarte, Piperade mit Ei und Speck, Apfel-Blutwurst-Crumble, marinierte Ziege und Cheesecake aus Schafsmilch.
Süße Früchte, knackige Paprika, wilde Beeren: In Thüringen treffen Obstbautradition und moderne Landwirtschaft aufeinander. Hier arbeiten drei Generationen auf einem Obsthof, dort zwei Frauen zwischen Kräutern und Gemüse. Eine kulinarische Reise in die Mitte Deutschlands, wo Knödel und Kuchen schmecken wie bei Oma.