„Schwarzer Diamant“ wird sie von Feinschmeckern liebevoll genannt, denn die Trüffel ist fast so selten und erlesen wie der begehrte Edelstein. Ihr unbeschreibliches Aroma verleiht schlichten wie raffinierten Gerichten den letzten Schliff. An jedem Dienstag zwischen Dezember und März sind die Straßen und der Marktplatz von Lalbenque im Quercy vom Wohlgeruch der Trüffeln erfüllt, die an diesem Tag nach kurzem Feilschen den Besitzer wechseln.
An der Quiche Lorraine, dem berühmtesten Gericht Lothringens, scheiden sich die Geister: Traditionalisten bereiten sie nur mit Schweinespeck, Eiern und Sahne in einem salzigen Mürbeteigboden zu, die Anhänger der freien Variation dagegen streuen noch Käse darauf. Deftig soll und muss sie sein, die Küche Lothringens, eine nahrhafte Kost für Menschen, die hart arbeiten.
Einen echten Seemann lässt das Meer nicht wieder los. Auch dann nicht, wenn er längst in Rente gegangen ist. Die Krabben, die Harry Thaden fängt, sind für seine Familie und Freunde bestimmt. Vier volle Eimer bringt er an guten Tagen heim. Christa und seine Schwiegertochter Claudia bereiten damit traditionelle Gerichte der Krabbenfischer zu.
Vieles am russischen Osterfest ist mit einer jahrhundertealten Symbolik verbunden. Martina Dase hat eine Priesterfamilie in Suchonógowo besucht und sie bei den Vorbereitungen zum Osterfest beobachtet.
Einmal in der Woche kocht die Witwe Molly Probert im walisischen Bergbaustädtchen Blaenovan mit ihren Freundinnen für einen großen Kreis von Bergarbeiterwitwen in der Kantine der Primary School. Dann gibt es beispielsweise Shepherds Pie, ein traditionelles Gericht in Wales.
Im ostrumänischen Kloster namens „Celic Dere“ herrscht Aufbruchsstimmung, nachdem die junge Äbtissin Cassiana ihr Amt angetreten hat. Cassiana lässt neue Gebäude errichten, die den jungen Nonnen als Wohnraum dienen sollen. Viele rege Hände werden hier gebraucht, denn das Kloster versorgt sich selbst mit Obst, Gemüse und Fleisch. In der Klosterküche werden für mehr als 70 Nonnen traditionelle Gerichte gekocht.
„Zu Tisch in …“ sieht in der heutigen Ausgabe den Inselbewohnern des Archipels von Lastovo an der Adria in die Kochtöpfe. Die Bewohner der kleinen Inseln vor der kroatischen Küste leben traditionell vom Fischfang.
Einst waren Schnecken auf Mallorca ein Essen für arme Leute. Heute gelten sie als Delikatesse, die - in einer Soße aus Olivenöl und Tomaten - anderswo kaum in dieser Qualität zubereitet wird.
Die Familie Chazeau-Honoré lebt im Weiler Chailas am westlichen Rand der Auvergne. In der Familie werden seit Generationen Messer hergestellt. Ab und zu kommt bei ihnen der Metzger vorbei, um seine Messer schärfen zu lassen. Bei ihm kauft Marie-Christine den Schinken für ein regionales Gericht: „Rapouté thiernois“, gekochter Schinken mit Weißkohl und Kartoffeln.
Im Spätsommer ist in Franken, der Region mit der größten Dichte an Brauereien weltweit, die Hopfenernte. Die bitteren Dolden der Rankenpflanze werden aber nicht nur für die großen Brauereien gezupft, auch so mancher Hobbybrauer geht hinaus in die Hopfengärten. Aus frischem Quellwasser, Hopfen und Gerstenmalz wird dann zu Hause Bier gebraut – natürlich streng nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516.
Schweden hat in der Advents- und Weihnachtszeit seine ganz eigenen Bräuche und Speisen. Ob am Fest der Lichterkönigin Lucia am 13. Dezember oder in den Raunächten vom 25. Dezember bis 6. Januar, im Mittelpunkt der schwedischen Küche stehen immer deftige Gerichte, die nicht nur den Leib, sondern auch die Seele wärmen.